Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen des Gemeinderats Schelklingen zum Thema Werkrealschule
Das Thema Neue Werkrealschule und eine mögliche Kooperation der Gemeinden Schelklingen und Allmendingen beschäftigt die Gemeinderäte der beiden Gemeinden seit geraumer Zeit. In einer gemeinsamen Sitzung der Gremien beider Gemeinden wurden bereits letzten November Beschlüsse vorbereitet und gleichlautende Beschlüsse in den jeweiligen Gemeinderäten einstimmig verabschiedet.
Inhalt dieser gemeinsamen Beschlüsse ist eine gleichberechtigte Kooperation beider Schulträger, um die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden jetzigen Werkrealschulen auch in Zukunft weiterführen zu können. Des Weiteren wurde beschlossen, dass eine vom Gesetzgeber vorgesehene Übergangsfrist genutzt wird. Ziel ist es, den jetzigen Status der Schulen auch für das kommende Schuljahr 2010/2011 aufrechtzuerhalten und dass diese Frist von beiden Gemeinden genutzt wird, um zwei gleichberechtigte, einzügige Werkrealschulen neuen Typs an beiden Standorten genehmigt zu bekommen, auch wenn diesem Ansinnen derzeit vom Schulamt und vom Regierungspräsidium wenig Chancen eingeräumt werden. Ähnliche Anträge an das Schulamt gibt es bereits auch aus anderen Gemeinden.
Schließlich ist es nicht nachvollziehbar, dass die erfolgreiche Arbeit der jetzigen Werkrealschulen nicht mehr weitergeführt werden kann.
Der Schelklinger Gemeinderat jedenfalls steht ohne wenn und aber hinter seiner Heinrich-Kaim-Schule.
Mit Entsetzen haben wir Gemeinderäte nun aus der Presse und Mitteilungen im Stadtboten erfahren müssen, dass Herr Bürgermeister Knapp entgegen allen Absprachen und Beschlüssen diese gemeinsame Linie verlässt. Seine sogenannte „Neuordnung der Schulstruktur“ widerspricht in allen Punkten der Auffassung des Gemeinderats. Eine Reduzierung des Haupt- und Werkrealschulbetriebs auf die Klassen 5, 6 und 7 in Form einer Außenstelle der Allmendinger Schule entspricht nicht den bisherigen Überlegungen und Beschlüssen. Dies ist nur die Meinung von Herrn Knapp, die sich nur auf Einsparungen im Schulhausbau bzw. Ausbau stützt. Die Reduzierung eines sehr guten, pädagogischen Angebots in Schelklingen zu Gunsten sicherlich dringend notwendiger Investitionen ist mehr als kurzsichtig und wenig zukunftsorientiert.
Wie eine gemeinsame Kooperation aussehen wird, werden weitere Gespräche und ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten ergeben.
Herr Knapp macht aber auch vor den Grundschulen nicht halt: Alle Schulen aller Teilorte sollen, ginge es nach seinem Willen, geschlossen werden – aus Kostengründen. Was will Bürgermeister Knapp in Zukunft noch alles schließen? Die Stadthalle, die Sportplätze ? Vielleicht sollten wir einen Eingemeindungsantrag an Allmendingen stellen und sämtliche sozialen Einrichtungen auflösen. Auch die Kosten für den Bürgermeister könnten dann gespart werden.
Sicherlich hat jeder Bürger und somit auch der Bürgermeister das Recht über Optimierungen und Einsparungen nachzudenken. Auch die Räte tun dies. In einer wichtigen Angelegenheit wie dem Schulwesen aber offen gegen die gemeinsam beschlossene Linie vorzugehen und diese unsäglichen Planspiele breit zu streuen, geht eindeutig zu weit und verstößt gegen den Verhandlungsauftrag des Gemeinderats.
Bürgermeister Knapp hat mit seinem Vorgehen die Verhandlungsposition der Gemeinde extrem geschwächt.
Auch die Schulleitung und das Lehrerkollegium der Heinrich-Kaim-Schule sind darüber entsetzt, denn durch diese Ausführungen wird eine jahrzehntelange, gute Arbeit an den Schelklinger Schulen missachtet und rein finanziellen Überlegungen geopfert.
Alle Fraktionen stehen hier hinter den Schelklinger Schulen, insbesondere der Heinrich-Kaim-Schule und stehen so auch in der Verantwortung gegenüber den Schülern und ihren Eltern.
CDU, Pro Schelklingen, SPD und FWV
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